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Ihre Unterlagen haben mehr Leser als Sie

Die gif e.V. führt EstateMate als Success Story für ihre DMS-Richtlinie. Wir tragen die gif-Richtlinie für Dokumentenmanagement in ein Segment, das nie eine Vorgabe für seine Ablage hatte. Warum das jede Refinanzierung und jede Due Diligence einfacher macht.

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4 Min. Lesezeit

Ari Birnbaum

Mitgründer

Seit August führt die gif e.V. EstateMate auf ihrer Website als Success Story für die gif-Richtlinie Datenräume und Dokumentenmanagement. Wir haben unser Dokumentenmanagement von Anfang an darauf gebaut.

Der Grund: Ihre Unterlagen haben mehr Leser als Sie. Die Bank bei der Prolongation, der Steuerberater beim Abschluss, im Verkaufsfall der Anwalt des Käufers. Jeder kommt mit seiner eigenen Liste. Wer seine Dokumente einmal sauber klassifiziert hat, bedient jede dieser Listen aus derselben Ablage. Die Bankliste ist ein Filter. Der Käufer-Index ist ein Filter. Die Betriebsprüfung ist ein Filter.

Warum es dafür bisher keine Vorgabe gab

Bislang gibt es keinen gemeinsamen Standard für Immobilienunterlagen. Jede Bank hat ihre eigene Unterlagenliste, jeder Käufer seinen eigenen Index, jeder Bestand seine gewachsene Ablage. Die gif hat eine Richtlinie vorgelegt, die das ändern soll. Sie ist so durchdacht, dass jedes Dokument eines Bestands seinen festen Platz hat, vom Grundbuch über Mietverträge und Nachträge bis zur Prolongation und zur Betriebskostenabrechnung. Wer danach ablegt, hat zum ersten Mal wirklich alles beisammen.

Eingesetzt wird die Richtlinie bisher vor allem in großen Beständen, dort, wo ein Team hauptberuflich am Datenraum sitzt. Überall sonst ist die Ablage gewachsen statt geplant. Bei den meisten privaten Bestandshaltern, und nicht nur dort, auch bei vielen kleineren Fonds: Ordner nach Gefühl, Dateinamen nach Tagesform, das Postfach als Archiv. Nach dem dritten Verwalterwechsel weiß keiner mehr, welcher Mietvertrag der gültige ist. Nicht weil das Team fehlt, sondern weil es nie eine Vorgabe gab, wo etwas hingehört und wie es heißt.

Genau diese Vorgabe haben wir in die Software geholt. Die Struktur gibt der Katalog vor. Die Arbeit übernimmt das System.

Was die fehlende Struktur kostet

Das merkt man beim Empfänger. Der Anwalt des Käufers schickt einen Index mit hundert Positionen. Jemand sitzt zwei Wochenenden und sortiert PDFs hinein, prüft bei jedem Mietvertrag, ob der Nachtrag dabei ist, und markiert, was fehlt. Jede Lücke wird später Preisabschlag oder Garantie im Kaufvertrag.

Eine klassifizierte Ablage nimmt ihm diese Arbeit ab. Und Ihnen auch.

„Der Standard erreicht ein Marktsegment, das bislang kaum standardisiert gearbeitet hat.“

gif e.V., Success Story, August 2026 · PDF

Was gif-konform konkret heißt

Jedes Dokument in EstateMate trägt die fünf Angaben, die die Richtlinie vorgibt:

  1. Dokumentklasse aus dem gif-Katalog, zum Beispiel Mietvertrag
  2. Unterklasse, wo der Katalog sie vorsieht, zum Beispiel Wohnen
  3. Phase: Planung, Bau, Bewirtschaftung oder Transaktion
  4. Partner: wer beteiligt ist, etwa Mieter, Bank oder Verwalter
  5. Strukturpunkt: Gesellschaft, Portfolio, Liegenschaft oder Einheit

Fünf Angaben, die ein Dateiname nie tragen kann. Deshalb bricht jede Ablage nach Dateinamen irgendwann.

Datei Scan_Mietvertrag_final_2.pdf
Abgelegt als Mietvertrag Wohnen · Bewirtschaftung · Mieter Müller · Einheit 3. OG links

Einen Ordner gibt es nicht. Ein Dokument lebt durch seine Merkmale und erscheint dort, wo es hingehört: bei der Gesellschaft, bei der Liegenschaft, bei der Einheit, beim Mieter. Einmal abgelegt, in jeder Sicht da. Wer die Versicherungspolicen aller Häuser sucht, klickt nicht durch Ordner. Er stellt eine Frage.

Sie müssen den Katalog nicht kennen

Der gif-Katalog hat Dutzende Klassen und Unterklassen. Sie werden keine davon auswendig lernen, und das ist Absicht.

Beim Upload schlägt ein KI-Modul Klasse und Unterklasse vor, mit einem Konfidenzwert dazu. Die übrigen Angaben werden aus der Klasse vorbelegt. Sie bestätigen oder korrigieren, fertig. Liegt die Konfidenz niedrig, landet das Dokument zur Prüfung bei Ihnen, nicht in der falschen Klasse. Die Vollständigkeits-Checkliste je Objekt und die Dokumentensuche bauen auf derselben Klassifizierung auf.

Ein Mietvertrag geht rein: Klasse erkannt, ein Klick zur Bestätigung, die Felder stehen da.

Der Standard arbeitet im Hintergrund. Sie merken ihn daran, dass Sie Dinge finden.

Was Sie davon haben

Die Bank bekommt ihr Paket. Vor der Prolongation möchte die Bank die Mietverträge, die Policen und die Grundbuchauszüge aller Häuser sehen. In der klassifizierten Ablage ist das ein Filter, das Paket geht raus. Und weil sich Ihre Kennzahlen an den gif-Definitionen für Mietertrag und Leerstand orientieren, muss die Bank nichts umrechnen.

Jede Zahl hat ihren Beleg. Der Betriebsprüfer will die Kautionsentwicklung eines Mieters über acht Jahre und die Mietanpassungen mit Beleg. Hinter jeder Miete und jeder Kaution liegt der Beleg, aus dem sie stammt. Also ist auch das eine Frage an die Ablage, keine Suche im Keller.

Die Unterlagen bleiben übergabefähig. Im Verkaufsfall ist der Datenraum ein Export, keine Fleißarbeit: Der Index des Käufers kommt rein, die Unterlagen sind da. Aufbewahrungsfristen, Versionierung und Audit-Trail nach GoBD sind angelegt. Wer nach gif ablegt, gibt Dokumente fertig klassifiziert weiter, an den Verwalter, die Bank oder den Käufer.

Dokumentenarbeit bleibt Arbeit. Sie fällt einmal an statt bei jeder Anfrage neu.

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